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Chronik

Im Sommer des Jahres 2009 versammelte Kapellmeister Christian Ihben einige Musiker um sich, um die Schützenkapelle Neuss Furth zu gründen. Zuvor spielte er über 10 Jahre beim Musikverein „Rheinklänge“ Nievenheim, unter der Leitung von Theo Clemens. Die Zeit in der Nievenheimer Musikapelle war sehr harmonisch und wird stets in guter Erinnerung bleiben, beteuert Christian Ihben. Der plötzliche Tod von Theo Clemens war für viele Musiker ein Schock, denn man verlor nicht nur einen Musikkollegen, sondern auch einen guten Freund, mit großem Herz und stets offenen Ohr. Da in der Folge dieses Verlustes einige befreundete Musiker den Verein verließen, überlegte Christian Ihben, was er persönlich tun sollte. Er entschloss sich mit Franz Josef Kruchen, welcher sich durch seine berufliche Qualität als Steuerfachangestellter bestens zum Geschäftsführer eignete und Marcel Hamacher, einem begnadeten Trommler, die Schützenkapelle Neuss Furth zu gründen. Zu diesen drei Gründungsmitgliedern gesellten sich Kai van Eck (Flügelhorn) und Wilfried Reisdorf (Schlagwerk). Nun galt es aus einer Idee einen Verein zu erschaffen. Ein erstes Probenlokal war schnell gefunden, denn Johannes Johnen von der Gaststätte Haus Broicherdorf in Kaarst stellte uns wöchentlich, kostenlos seine Tenne zur Verfügung. Ein Zeitungsartikel in der Neuss Grevenbroicher Zeitung brachte dann auch schnell den ersten Auftritt, nämlich beim Schützenfest in Hommerschen. Da es noch keine Uniform gab, spielte der Verein im Gründungsjahr mit weißen Blousons, schwarzer Hose und blauen Schulterklappen. Es folgten Auftritte bei Geburtstagen (z.B. beim Jägermajor von Stürzelberg) und natürlich zu St. Martin. Gegen Ende des Jahres organisierte der Vorstand eine interne Weihnachtsfeier für alle Mitglieder, um das erste Jahr harmonisch ausklingen zu lassen. Das Gründungsjahr war somit geschafft.
Eine weitere Folge unseres ersten Zeitungsartikels war die Zusammenarbeit mit der Further Schützenlust unter Major Franz Josef Breuer. Dieser bestellte die neue Further Kapelle nicht nur ungehört zum Schützenfest, sondern auch noch zu dessen Majorsehrenabend. Hier konnte man sich dann erstmals den Further Schützen präsentieren. Die Reaktionen waren durchweg positiv. Bevor es in die eigentliche Schützensaison ging, startete man auf verschiedenen Krönungen, wie z.B. der des 1. Neusser Tambourcorps. In diesem Neusser Traditionsverein begann 1990 die musikalische Laufbahn des Kapellmeisters Christian Ihben. Bis heute ist er dort passives Mitglied. Was unbedingt noch für das erste Further Heimatfest benötigt wurde, waren Uniformen! Man konnte ja schlecht 4 Tage im Blouson auflaufen. Die Gründungsmitglieder fuhren daher in ein Bundeswehr Lager für ausrangierte, aber gut erhaltene Uniformen nach Hannover. Nach kurzer Beratung entschied man sich für blaue Luftwaffen Uniformen, die bis zum heutigen Tag ein unverwechselbares Bild abgeben. Natürlich wurden die typischen Luftwaffen Merkmale entfernt. Was keiner erwartete hatte war, dass die Nachfrage nach der Further Musik ständig wuchs. Bereits im zweiten Jahr spielten die Further Musiker nicht nur vier Tage auf der Furth, sondern auch jeweils vier Tage in Holzheim und in Norf zum Schützenfest. Hinzu kamen eintägige Schützenfeste wie in Düsseldorf Oberkassel, Grevenbroich Südstadt, Neurath und Delrath. Nach der Saison, die durchwegs positiv verlief, standen wieder Krönungen, St. Martin und Geburtstage auf dem Programm. Zum Jahresfinale spielte man noch im Further Johanna-Etienne-Krankenhaus auf allen Stationen Weihnachtslieder und vermittelte so weihnachtliche Stimmung. Für den guten Zweck, ging es anschließend noch zur Benefizveranstaltung von Blumen Selders nach Meerbusch, wo man ebenfalls für gute Stimmung sorgte. Auch das zweite Jahr wurde somit erfolgreich beendet.
Erfreulicherweise wurde die Schützenkapelle Neuss-Furth für alle Verträge aus dem Jahr 2010 im Folgejahr wieder verpflichtet. Gute Neusser Schützenmusik war und ist das Ziel dieser Kapelle und dieses Konzept scheint Erfolg zu haben. Wie anders ist es sonst zu erklären, das 2011 vier Tage Schützenfest Kaarst und vier Tage Schützenfest Allerheiligen zusätzlich auf dem Spielplan standen? Und nicht nur das; auch die Schützen in Gnadental, Zons, Stürzelberg und Butzheim marschierten auf Further Schützenklänge. Am beliebten Pfingstwochenende spielten wir auf der Neusser Furth und zusätzlich beim Schützenfest in Grefrath auf. Diese doppelte Aufgabe sollte aber eine Ausnahme bleiben, denn man war doch sehr auf auswärtige Aushilfen angewiesen, was zwar funktionierte, aber logistisch sehr aufwändig war. Schweren Herzens wurde also die erneute Anfrage aus Grefrath abgelehnt und somit Pfingsten 2012 wiederum nur auf der Furth gespielt. Die eingenommenen Gagen wurden natürlich wieder investiert und so gab es neben neuen Musikstücken, auch eigene Vereinswappen für die Uniformen. Ebenfalls bestellte man eigene Vereinsnadeln. Um den Verein auf eine breitere Basis zu stellen, führte man gegen Mitte des Jahres die passive Mitgliedschaft ein. Passive Mitglieder fördern den Verein finanziell und nehmen auch aktiv am Vereinsleben teil (z.B. bei Weihnachtsfeiern). Im ersten „Passiven“-Jahr durften wir gleich 8 passive Mitglieder im Verein begrüßen. Nach der Krönung des Hubertus-Fanfarencorps Grimlinghausen im November, ging unser drittes Jahr zu Ende. Zum Jahresausklang organisierte der Vorstand eine Weihnachtsfeier; diesmal allerdings als Sonderfahrt mit der Rheinbahn zum Weihnachtsmarkt nach Düsseldorf. Unserem Freund Markus Küffner für die Realisierung herzlichen Dank. Die letzten Blechbläserklänge erklungen dann traditionell zur Glü(h)weihnacht bei Blumen Selders in Meerbusch. Nach lobenden Tönen der Veranstalter konnten alle Musiker in die Weihnachtstage entlassen werden.
Das Jahr 2012 begann mit den traditionellen Krönungen des 1. Neusser Regimentstambourcorps, sowie dem Artilleriekorps in Grimlinghausen. Die 2011 gesteigerte Auftrittszahl konnte man erfreulicherweise beibehalten und so spielte man, neben vielen Einzelveranstaltungen, auf insgesamt 11 Schützenfesten. Als eintägige Schützenfeste wurden Neuenhoven Schlich, Glehn und Gustorf angenommen, um hier jeweils jubilierende Schützenregimenter aufzustocken. Bevor die Further Musiker jedoch in die Schützensaison starteten, fuhren sie zu Ihrem ersten Auslandseinsatz nach Österreich. Im Rahmen der Volksmusik und Schützentage spielten 20 Musiker, um Kapellmeister Christian Ihben, in Maria Alm und Salzburg auf. Ein toller Ausflug, der allen Mitgliedern in Erinnerung bleiben wird. Besonders hervorzuheben sind, das ungezwungene musizieren auf der Almhütte Grammlergut, das Konzert im vollbesetzten Festzelt und das Aufspielen auf dem Salzburger Domplatz, gemeinsam mit dem Tambourcorps Delhoven. Zum Finale spielten auf dem Domplatz über 400 Musiker gemeinsam die Märsche Arosa, Gruss an Würzburg und Laridah. Kurz nachdem die Musiker wieder in Ihrer Heimat waren, erhielten Sie die Spielanfrage zum großen Neusser Bürger Schützenfest - Spielstärke 25 Mann. Da der Vorstand und die Musiker gleichermaßen begeistert waren, wurde der Vertrag beim Korps der Neusser Schützenlust unterschrieben. Gemeinsam mit dem Tambourcorps „Quirinusklänge“ vereinbarte man als Aufzugsmarsch den „Helenenmarsch“ und zur Parade den „Bozener Bergsteigermarsch“. Um anderen Kapellen auch optisch nicht nachzustehen, benötigte man einen Schellenbaum. Alle Versuche, einen solchen bei befreundeten Vereinen auszuleihen scheiterten. Somit startete der Vorstand den Versuch, Sponsoren zu finden. Dank großzügiger Sponsoren aus der Neusser Wirtschaft und Bankenwelt, gelang dieser Versuch. Die fehlende Differenz wurde finanziert. So marschierte man stolz, zufrieden und vor allem mit Schellenbaum in Neuss auf. Der Westdeutsche Rundfunk zeigte die Schützenkapelle Furth, während der Übertragung der Königsparade mit bestem Klang, ordentlichen Reihen und geputzten Instrumenten. Nach der Schützensaison spielte man wieder einige Krönungen und schließlich vier St. Martinszüge. Die gut besuchte Weihnachtsfeier im Norfer Tennisheim beendete unser viertes Jahr. Der 1. Vorsitzende Wilfried Reissdorf ernannte im Laufe des Abends Josef Kruchen Senior, sowie Alfred Ihben zu Ehrenmitgliedern, da Sie unseren Verein in besonderer Weise unterstützten und förderten. Wiederum war ein erfolgreiches und schönes Musikerjahr vergangen.
Wie immer in den ersten Monaten eines Jahres konzentrierte man sich hauptsächlich auf die Probenarbeit und spielte gelegentlich zu Krönungen auf. Die Vereine, die uns hier alljährlich verpflichteten waren keine „Kunden“ sondern Freunde und genau das macht vermutlich auch den Unterschied zu anderen Kapellen aus. Die Further Musiker bleiben meist länger und feiern auch gerne mal mit. Im März des Jahres, gestalteten wir musikalisch das Jubiläum des Further Jägerzuges „Edelweiss“ unter Oberleutnant Klaus Becker. Mit dabei waren auch unsere Freunde vom Bundestambourcorps Novesia. Bevor nun die Schützensaison startete, besuchten wir noch die Konzerte des Musikvereins Holzheim, sowie des Musikvereins „Frohsinn“ Norf. An einem guten „Miteinander“ zu anderen Kapellen, war und ist uns immer sehr gelegen. Alle Schützenfeste der Vorjahre wurden erneut gespielt und zusätzlich die Verpflichtung zum Schützenfest in Reuschenberg angenommen. Ein Highlight 2013 war sicher auch die Verpflichtung der St. Aloysius Bruderschaft aus Stürzelberg zum dortigen Bundesköniginnentag. Hier spielten die Further Musiker vor der Ehrentribühne. Nach dem großen Festzug geleiteten wir die Ehrengäste vom Bund der hist. deutschen Bruderschaften ins Festzelt. Die Zahl der passiven Mitglieder stieg 2013 auf 26; sicher auch ein tolles und positives Zeichen unseres Vereins. Ein weiteres Highlight im Jahresreigen war natürlich das große Neusser Bürger-Schützenfest. Die Aufzugs- und Parademärsche waren ganz im Sinne des Kapellmeisters: „Tiroler Landsturm Marsch“ und „Bozener Bergsteiger Marsch“. Im Herbst formierte sich dann eine neue und beliebte Unterformation der Kapelle: „Die Weissenberger Musikanten“. In kleinster Besetzung musiziert man hier, in zünftiger Lederhose, böhmische und bayrische Blasmusik. Erste Engagements waren das Oktoberfest der Further Schützenbruderschaft, sowie das Oktoberfest vom Haus „Broicherdorf“ in Kaarst. Die klassische Weihnachtsfeier wurde umgewandelt, in einen bayrischen Kameradschaftsabend, der von allen Mitgliedern bestens angenommen wurde. Über 70 aktive und passive Mitglieder feierten ausgelassen bei Brezen, Bier und Hax’n. Nach den üblichen St. Martinszügen und Winter-Krönungen, richtete der Vorstand nun seinen Blick auf 2014, wo die Further Kapelle Ihren 5. Geburtstag feierte.
Dass die Probenarbeit 2014 etwas intensiver war, lag an der Vorbereitung unseres 5. Geburtstages. Diesen feierten wir im März im Reuterhof in Grimlinghausen. Musikalische Gäste des Festes waren das Tambourcorps „Frisch auf“ Kapellen, die Kalauer aus Köln sowie die Formation „Junger Schwung“ aus Tirol. Viele Freunde und Bekannte fanden den Weg zu unserem Abend, den wir selber mit einem Konzert eröffneten. Hier spielten wir Stücke wie den Tiroler Herz Marsch, den Böhmischen Wind, Alphornzauber oder den alten Dessauer. Ein toller Abend, für den wir viel Lob erhielten. Zu der Krönung des 1. Neusser Tambourcorps, gesellte sich die Krönung des Neusser Tambourcorps „In Treue fest“. Besonders stolz waren wir auch auf die Anfrage der Neusser Heimatfreunde, den beliebten „Nüsser Ovend“ in der Stadthalle zu spielen. Im Dreierblock, gemeinsam mit dem BTC Novesia, sowie dem Bundesfanfarencorps Neuss Furth bestritten wir das Finale. Klar, dass hier das Neusser Heimatlied nicht fehlen durfte. Erfreulicher Weise wurden wir im Frühjahr 2014 von der Further Schützen-Bruderschaft für die heimischen Ehrenabende verpflichtet. Nun waren wir komplett in das Further Schützengeschehen integriert. Auf‘s Jahr gesehen, spielten wir auch wieder alle traditionellen Schützenfeste. Unser geliebtes Schützenfest auf der Furth begann fröhlich und sonnig, endete jedoch am Pfingstmontag dramatisch. Ein starker Orkan fegte plötzlich und recht unerwartet über Neuss und verwüstete große Teile der Furth. Das vollbesetzte Schützenzelt musste evakuiert werden und stürzte schließlich ein. Es grenzt fast an ein Wunder, das es kaum Verletzte gab. Am Folgetag zeigte sich das gesamte Ausmaß: Der Kirmesplatz war verwüstet, Dächer abgedeckt, etliche Bäume umgestürzt. Teilweise waren Straßen mehrere Tage lang nicht passierbar. Folglich musste das Schützenfest abgebrochen werden. Im Juli wurde der Krönungsball von S.M. Thorsten Stein fröhlich und ausgelassen nachgeholt. Nur einen Tag später, spielten wir erneut im Festzelt und zwar anlässlich des Schiessens, um die Würde des Bezirkskönigs. Ein tolles Wochenende, welches damit gekrönt wurde, das Thorsten Stein seinem Vorgänger Thomas Loebelt folgte und die Würde des Bezirkskönigs auf der Furth hielt. Im Internet Zeitalter erreichte uns dann die Nominierung zur „Cold Water Challenge“ vom Tambourcorps Novesia, sowie dem Musikverein Willich. Hierbei musste der Nominierte innerhalb von 48 Stunden ins kalte Wasser und dort musizieren. Das Ganze sollte dann gefilmt und veröffentlicht werden – schaffte man es nicht, musste man bei den „Nominierern“ kellnern oder musizieren. Nur so viel: Die Schützenkapelle spielte im Pool des Park Inn Hotels in Kaarst fröhlich den Marsch „Freude zur Musik“ und das in Badehose und mit Schützenblouson. Somit blieben uns die Strafen erspart.

Das Repertoire

Hier finden Sie einen Auszug aus unserem Repertoire:
Alte Kameraden
Anton Medley
Arosa Marsch
Badenweiler Marsch
Bozener Bergsteiger Marsch
Dem Land Tirol die Treue
Deutschmeister Regimentsmarsch
Durch den Strudengau
Elitemarsch
Freundschaftsklänge
Froh und frei Marsch
Furchtlos und treu
Gebirgsschützenmarsch
Götterfunken Marsch
Grüße aus dem Egerland
Gruß an Böhmen
Gruß an Würzburg
Heute und Morgen
Im Walde Polka
In treuer Kameradschaft
Jehelicka Polka
Jubelfestmarsch
Juventas Marsch
Kameradenmarsch
Kitzbühler Standschützen
Laridah Marsch
Liebe im Mai
Mädel aus Krain
Mein Heimatland
Mit Spiel voran Marsch
Musikantenlaune
Musketier Marsch
Rainer Marsch
Rütz Marsch
Saluto Lugano
San Carlo
Santa Fe
Schönfeld Marsch
Schweizer Meitli
Sehnsuchtspolka
Simson Marsch
Stelldichein in Oberkrain
Treu zur Musik
Uschi Polka
Veteranenmarsch
Viva Colonia
Waidmannsgrüße Jägermarsch
Wo der Wildbach rauscht

Das Wappen

Ein Name für die Kapelle war schnell gefunden. Aufgrund des Wohnortes einiger Gründungsmitglieder einigte man sich auf "Schützenkapelle Furth". Die "Furth" ist ein Ortsteil der Stadt Neuss.
Wappen der Kapelle
Das Wappen hat als Basisfarben blau und gelb-orange, die Farben der Uniformen. Gleichzeitig ist das Blau dem Wappen der Furth entnommen. Die Trompete steht für die Musik, Stern und grüne Furth entstammen ebenfalls dem Ortswappen.
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